🔮 FrequenzweltWas bekommt dein Hund an Silvester? Vielleicht ist das gar nicht die erste Frage
Spätestens wenn Silvester näher rückt, kommt sie wieder. Die große Frage: Was gibst du deinem Hund?
Ich verstehe die Frage. Wirklich.
Wenn der eigene Hund Angst hat, möchte man etwas tun. Am besten etwas, das schnell hilft, einfach anzuwenden ist und bitte möglichst zuverlässig funktioniert.
Nur ist genau da manchmal schon der Denkfehler. Vielleicht ist die erste Frage nämlich gar nicht, was ich meinem Hund gebe. Vielleicht ist die erste Frage: Warum ist dieser Hund eigentlich so belastet und was braucht er in dieser Situation?
Denn zwei Hunde können beim selben Böller ziemlich ähnlich aussehen und trotzdem an völlig unterschiedlichen Punkten stehen.
Geräuschangst hat nicht bei jedem Hund dieselbe Geschichte
Der eine Hund hat Geräusche schon als junger Hund schlecht kennengelernt. Der nächste ist ohnehin eher unsicher. Ein anderer hatte irgendwann eine richtig blöde Erfahrung. Bei einem weiteren spielen vielleicht körperliche Themen mit hinein.
Und dann gibt es natürlich Hunde, bei denen wir einen großen Teil der Vorgeschichte überhaupt nicht kennen. Gerade bei Tierschutzhunden ist das nichts Ungewöhnliches.
Dann kann ich mich natürlich stundenlang fragen, was irgendwann einmal passiert sein könnte. Oder ich schaue mir den Hund an, der heute vor mir steht.
Was zeigt er? Wann wird es schwierig und wie schnell ist er drüber? Was hilft und was macht es schlimmer? Und gibt es vielleicht längst andere Situationen, die ebenfalls problematisch geworden sind?
Genau deshalb ist Geräuschangst für mich kein Thema, bei dem ich einfach eine Schublade aufziehe und sage: Hier ist die Silvesterlösung.
Angst bleibt nicht immer brav beim einen Geräusch
Das finde ich beim Thema Geräuschangst besonders wichtig.
Wir Menschen denken gerne sehr sauber. Der Hund hat Angst vor Böllern, also kümmern wir uns um Böller. Nur hält der Hund sich nicht unbedingt an diese schöne Ordnung.
Ein Geräusch kann irgendwann mit einem anderen zusammenhängen, dann vielleicht mit einem Ort oder mit einer Situation. Plötzlich ist nicht mehr nur der Knall schwierig, sondern vielleicht auch ein Zischen, oder draußen sein, oder eine bestimmte Umgebung.
Der Hund denkt dabei nicht: Heute erweitere ich meine Geräuschangst um drei neue Kategorien. Er versucht, aus seinen Erfahrungen schlau zu werden. Und manchmal entstehen daraus Zusammenhänge, die für uns völlig schräg wirken. Für den Hund ergeben sie trotzdem Sinn.
Genau deshalb möchte ich lieber früh hinschauen, bevor aus einem Problem nach und nach ein ganzes Sammelsurium wird.
Auch der Mensch spielt eine Rolle
Und damit meine ich nicht, dass du schuld bist, wenn dein Hund Angst hat. So einfach ist es nicht. Aber du bist ein Teil seiner Welt.
Deshalb komme ich wieder zu meinem Leuchtturm. Wenn mein Hund gelernt hat, dass ich verlässlich bin, ist das etwas anderes, als wenn wir beide in schwierigen Situationen völlig hektisch werden.
Bei Suse war genau das ein wichtiger Teil. Sie fand Silvester immer noch schlimm. Aber sie hatte uns. Sie konnte sehen, dass ich ruhig war, und sie konnte die anderen Hunde beobachten, von denen einige das Ganze ziemlich unspektakulär fanden. Wir saßen zusammen im abgedunkelten Wohnzimmer auf dem Boden.
Und irgendwann war da eben diese Erfahrung: Es ist gerade scheiße, aber ich bin hier nicht alleine und offenbar bricht auch nicht die komplette Welt zusammen.
Für mich ist das ein wichtiger Unterschied.
Ein Werkzeug darf helfen. Es muss nur zum Hund passen
Ich arbeite mit Werkzeugen. Das ist kein Geheimnis.
Bei uns lief an Silvester zum Beispiel das Magnetfeld unterstützend zur Entspannung mit. Bei Suse hat das in dieser Situation gut gepasst. Sie konnte ruhig liegen, sie hat nicht gezittert und sie war deutlich besser in der Lage, bei uns zu bleiben.
Ich würde daraus trotzdem niemals ableiten: Magnetfeld an und jeder Hund ist entspannt. So funktioniert meine Arbeit nicht.
Für einen anderen Hund kann etwas völlig anderes wichtig sein. Vielleicht braucht es zuerst Verhaltenstraining. Vielleicht muss eine gesundheitliche Frage geklärt werden. Vielleicht ist ein Rückzugsort entscheidend. Vielleicht braucht es ergänzende Unterstützung, vielleicht einen guten Hundetrainer, vielleicht mehrere Dinge zusammen.
Werkzeuge sind großartig. Aber nur, wenn ich vorher verstanden habe, welches Problem ich eigentlich lösen möchte.
Das ist auch der Grund, warum ich mit Standardplänen vorsichtig bin
Ein fertiger Plan fühlt sich schön an. Tag eins machst du das, Tag zwei machst du jenes, an Silvester bitte Punkt 17 Uhr diese Maßnahme und Punkt 19 Uhr die nächste.
Kann Orientierung geben. Aber ein Hund liest diesen Plan leider nicht.
Wenn mein Hund mir zeigt, dass etwas überhaupt nicht passt, dann ist mir der Plan ziemlich egal. Dann ändere ich ihn.
Ich habe bei meinen eigenen Hunden oft genug lernen müssen, dass Erfahrung nicht bedeutet, immer sofort die richtige Antwort zu haben. Erfahrung bedeutet für mich eher, zu erkennen, wenn meine erste Idee nicht funktioniert und dann nicht beleidigt am Plan festzuhalten.
Manchmal suchen wir zu sehr nach dem einen Ding
Das kennen wir ja auch aus anderen Bereichen. Welches Futter? Welches Mittel? Welches Training? Welches Gerät? Welche Methode?
Ich habe nichts gegen konkrete Lösungen. Ganz im Gegenteil. Aber manchmal wird die Suche nach der einen Lösung so groß, dass wir den Hund dahinter kaum noch sehen.
Dabei ist der Hund eigentlich die wichtigste Information. Nicht die Empfehlung aus irgendeiner Facebookgruppe. Nicht das Produkt, das beim Hund der Nachbarin funktioniert hat. Und auch nicht das, was bei Suse funktioniert hat.
Das kann alles Hinweise geben. Aber es ersetzt nicht das Hinschauen.
Deshalb ist Oktober immer noch komfortabel
Noch haben wir Zeit, Dinge zu überprüfen.
Wenn ich merke, dass mein Hund bei Geräuschen deutlich stärker reagiert, als ich dachte, kann ich mir Unterstützung holen. Wenn ich sehe, dass nicht nur Silvester ein Thema ist, kann ich genauer hinschauen. Wenn körperlich etwas unklar ist, kann ich das vernünftig abklären lassen. Wenn ich mit bestimmten Werkzeugen arbeiten möchte, kann ich sie vorher kennenlernen. Und wenn eine Idee überhaupt nicht funktioniert, kann ich sie wieder verwerfen.
Das ist im Oktober deutlich entspannter als am 30. Dezember.
Silvester Startklar mit Hund
Genau aus diesem Grund beginnt „Silvester Startklar mit Hund“ mit vier Fragen.
Nicht mit einem Mittel. Nicht mit einem Standardplan. Und auch nicht mit der Behauptung, dass jeder Hund dasselbe braucht.
Du beantwortest mir vier Fragen zu deinem Hund und eurer Situation. Ich schaue mir deine Antworten persönlich an und gebe dir meine kurze Einschätzung.
Danach bekommst du den passenden Guide.
Und wenn wir feststellen, dass mehr Unterstützung sinnvoll wäre, schauen wir gemeinsam weiter. Vielleicht Verhalten. Vielleicht Frequenzen oder Bachblüten als ergänzende Werkzeuge aus meiner Arbeit. Vielleicht ein Hundetrainer. Vielleicht der Tierarzt. Vielleicht eine Kombination.
Die entscheidende Frage lautet für mich nicht: Was bekommt dein Hund an Silvester? Sondern: Was braucht genau dieser Hund, damit er mit dieser Situation besser umgehen kann?
Und das ist eine Frage, die wir zum Glück nicht erst am 31. Dezember beantworten müssen.
Du musst heute keinen perfekten Silvesterplan haben
Mit Silvester Startklar mit Hund bekommst du von mir einen kurzen Fahrplan und vier Fragen zu deinem Hund und eurer Situation, kostenlos.
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