🔮 FrequenzweltSilvester mit Hund vorbereiten: Warum dein Plan lange vor dem ersten Böller beginnt
Wenn wir über Silvester mit Hund sprechen, denken viele zuerst an den 31. Dezember. Was mache ich an diesem Abend? Wo liegt der Hund? Was gebe ich ihm? Wann gehe ich noch einmal raus?
Alles wichtige Fragen.
Nur beginnt die eigentliche Vorbereitung für mich viel früher. Nicht, weil ich meinen Hund ab Oktober täglich auf Silvester trimmen möchte, das wäre auch nicht meine Vorstellung von einem entspannten Herbst. Sondern weil ich Dinge, die meinem Hund später helfen sollen, gerne vorher kennenlerne. Und mein Hund auch.
Bei Suse war das besonders wichtig.
Silvester war für sie nie plötzlich ein lustiger Abend, nur weil wir vorher ein bisschen geübt hatten. Sie fand das Ganze immer noch ungeheuer. Diese Knallerei, die Geräusche von überall, draußen passiert etwas und sie kann überhaupt nicht vernünftig zuordnen, woher es kommt und was das eigentlich soll.
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, dass ein Hund darauf nicht mit Begeisterung reagiert.
Unser Ziel war deshalb auch nicht: Suse muss Silvester toll finden. Unser Ziel war: Wir kommen da gemeinsam vernünftig durch.
Mein Bild dafür ist der Leuchtturm
Ich habe dieses Bild inzwischen sehr fest für mich. Ich bin für meinen Hund der Leuchtturm.
Nicht, weil ich jedes Problem lösen kann und schon gar nicht, weil ich die Welt kontrolliere. An Silvester kann ich draußen weder die Böller abschalten noch den Nachbarn erklären, dass er seine Raketen bitte irgendwo anders starten soll.
Aber ich kann verlässlich sein. Ich kann ruhig bleiben, Entscheidungen treffen und meinem Hund zeigen, dass ich sehe, wenn es schwierig wird. Und vor allem kann ich vermeiden, selbst hektisch durch die Wohnung zu rennen und mit jeder neuen Idee noch mehr Unruhe reinzubringen.
Suse hat mit der Zeit verstanden: Wenn die Olle entspannt ist, dann scheint die Lage zumindest nicht völlig außer Kontrolle zu sein.
Das klingt banal.
Ist es aber nicht.
Denn genau diese Erfahrung baue ich nicht erst am Silvesterabend auf. Die entsteht im Alltag.
Unser Silvester war trotzdem kein Wellnessabend
Ich möchte auch gar nicht so tun, als hätten wir irgendwann da gesessen und Suse hätte gedacht: Ach, Feuerwerk, wie hübsch.
Nein.
Es war stressig für sie. Aber es war anders.
Wir haben das Wohnzimmer abgedunkelt und saßen zusammen auf dem Boden. Das Magnetfeld lief bei uns unterstützend zur Entspannung mit. Ob und welchen Anteil es daran hatte, kann ich natürlich nicht sauber auseinandernehmen. Entscheidend war für mich das Gesamtbild: Suse konnte ruhig bei uns liegen, sie hat nicht gezittert und sie blieb trotz der für sie weiterhin stressigen Situation ansprechbar und bei uns.
Das bedeutet für mich trotzdem nicht, dass ihr der Abend plötzlich egal war. Sie hat das draußen sehr wohl mitbekommen und fand Silvester nach wie vor scheiße. Aber sie konnte entspannen und sich an uns orientieren. Und sie hat gelernt: Das ist nicht schön, aber ich kann das aushalten, gemeinsam mit meinen Menschen.
Und genau das ist für mich ein riesiger Unterschied.
Ich brauche keinen Hund, der mir beweist, dass Silvester ihm völlig schnuppe ist. Ich möchte einen Hund, der trotz einer schwierigen Situation noch einen Boden unter den Pfoten hat.
Dazu kamen unsere anderen Hunde
Was bei uns zusätzlich geholfen hat, war die Gruppe. Nicht alle Hunde waren von der Knallerei beeindruckt, da lagen auch welche herum, die das Ganze deutlich entspannter gesehen haben.
Und natürlich schaut ein Hund. Suse sieht mich auf dem Boden sitzen, sie sieht, dass ich nicht in Panik bin, und sie sieht die anderen Hunde. Keiner rennt kreischend zum Notausgang.
Und irgendwann entsteht daraus eben auch eine Information: Okay. Offenbar ist hier gerade nicht alles verloren.
Das ist für mich viel näher an echter Vorbereitung als irgendeine Vorstellung davon, dass ich einem Hund nur oft genug Böller vorspielen muss und dann ist das Thema erledigt.
Dinge, die helfen sollen, dürfen vorher bekannt sein
Genau deshalb würde ich einen Rückzugsort nicht am 31. Dezember neu eröffnen.
Wenn mein Hund eine bestimmte Decke, Box, Ecke oder einen Raum nutzen soll, darf er diesen Ort vorher kennenlernen. Wenn ich mit einer ruhigen Futtersuche arbeiten möchte, möchte ich vorher wissen, ob mein Hund so etwas überhaupt mag. Wenn eine bestimmte Beschäftigung helfen soll, darf sie bekannt sein. Und wenn ich ein Werkzeug aus meiner Arbeit einsetzen möchte, probiere ich das ebenfalls nicht zum ersten Mal aus, während draußen schon alles explodiert.
Das gilt übrigens auch für mich selbst. Ich möchte nicht an Silvester um halb elf googeln müssen, was ich jetzt noch tun könnte.
Je mehr ich vorher geklärt habe, desto weniger muss ich an diesem Abend entscheiden. Und weniger hektische Entscheidungen sind meistens eine ziemlich gute Idee.
Vorbereitung heißt nicht, den Hund mit allem zu konfrontieren
Das ist mir wichtig. Wenn ich sage, wir fangen früh an, bedeutet das nicht, dass ich ab Oktober künstlich schwierige Situationen erzeuge.
Ich muss keinen Krach machen. Ich muss den Hund nicht testen. Ich muss nicht jeden Tag schauen, wie viel er schon aushält.
Ich kann im normalen Alltag sehr viel lernen.
🐾 Wo zieht mein Hund sich von selbst zurück?
🐾 Was macht ihn ruhiger und was macht ihn eher noch wuseliger?
🐾 Wie schnell kommt er nach einer aufregenden Situation wieder runter?
🐾 Kann er sich an mir orientieren?
🐾 Welche kleinen Dinge kennt er gut und macht sie gerne?
🐾 Und wo merke ich, dass ich etwas von ihm verlange, was gerade nicht drin ist?
Das ist Vorbereitung.
Nicht jeder Hund braucht dasselbe
Bei dem einen Hund kann ein gut etablierter Rückzugsort wichtig sein, beim nächsten ist Nähe zum Menschen entscheidend, und ein anderer möchte lieber etwas Abstand, aber trotzdem wissen, dass sein Mensch da ist.
Manche Hunde können noch fressen, andere nicht. Manche reagieren besonders auf Knallgeräusche, andere schon auf das Zischen vorher. Und bei manchen reicht irgendwann ein ganz anderes Geräusch, weil sich solche Ängste mit der Zeit ausweiten können.
Deshalb möchte ich keinen Silvesterplan schreiben, der so tut, als wären alle Hunde gleich.
Sind sie nicht.
Der Leuchtturm entsteht vor dem Sturm
Das ist eigentlich der Satz, den ich dir für Oktober mitgeben möchte. Ich werde nicht erst zum Leuchtturm, wenn draußen das Gewitter losgeht.
Mein Hund muss vorher erleben können, dass ich verlässlich bin. Dass ich ihn nicht absichtlich in Dinge schiebe, mit denen er überhaupt nicht umgehen kann. Dass ich sehe, wenn er Unterstützung braucht. Und auch, dass ich nicht bei jedem Geräusch selbst zusammenzucke und damit ankündige: Achtung, Weltuntergang.
Ich muss dafür nicht perfekt sein.
Bin ich auch nicht.
Aber ich darf berechenbar sein. Das reicht oft schon verdammt weit.
Was du im Oktober tatsächlich tun kannst
Schau dir einmal ganz unspektakulär an, was du an Silvester wahrscheinlich nutzen möchtest. Wo soll dein Hund sein und welcher Ort ist für ihn angenehm? Was kennt er schon? Welche Beschäftigungen funktionieren wirklich und was hilft ihm, wieder runterzukommen? Wie gut kann er sich an dir orientieren? Und gibt es Themen, bei denen du jetzt noch Zeit hast, genauer hinzuschauen, statt sie auf Ende Dezember zu verschieben?
Du musst daraus heute keinen perfekten Plan machen. Du darfst erst einmal herausfinden, was für deinen Hund Sinn ergibt.
Genau dafür haben wir noch Zeit.
Silvester Startklar mit Hund
Bei „Silvester Startklar mit Hund“ bekommst du deshalb keinen fertigen Plan übergestülpt.
Du beantwortest mir zuerst vier Fragen zu deinem Hund und eurer Situation. Ich schaue mir deine Antworten persönlich an und gebe dir meine kurze Einschätzung dazu, wo ich euch gerade sehe.
Danach bekommst du den passenden Guide.
Wenn wir dabei merken, dass mehr Unterstützung sinnvoll ist, schauen wir auch da individuell weiter. Vielleicht geht es um Verhalten, um Frequenzen oder Bachblüten als ergänzende Werkzeuge aus meiner Arbeit, vielleicht gehört ein guter Hundetrainer dazu oder eine tierärztliche Abklärung.
Es geht nicht darum, alles gleichzeitig zu machen. Es geht darum, rechtzeitig herauszufinden, was diesem Hund wirklich helfen könnte.
Damit du an Silvester nicht erst anfangen musst, deinen Leuchtturm zu bauen, wenn draußen längst der Sturm läuft.
Du musst heute keinen perfekten Silvesterplan haben
Mit Silvester Startklar mit Hund bekommst du von mir einen kurzen Fahrplan und vier Fragen zu deinem Hund und eurer Situation, kostenlos.
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