Ich weiß gar nicht mehr, wem ich glauben soll
Diesen Satz höre ich in meiner Praxis erstaunlich oft. Meistens kommt er nicht am Anfang eines Gesprächs, sondern irgendwann später, wenn wir schon eine Weile zusammensitzen und sich langsam zeigt, wie viel die Menschen mit ihrem Hund eigentlich schon hinter sich haben.
Der Tierarzt sagt A. In einer Facebookgruppe steht B. Die Nachbarin schwört auf ein bestimmtes Futter. Jemand empfiehlt eine Darmsanierung, ein anderer ein Öl, der Nächste Vitalpilze und irgendwo taucht garantiert noch jemand auf, der ganz genau weiß, welches Frequenzprogramm jetzt das Richtige wäre.
Und irgendwann sitzt du da mit zweihundert Antworten und bist kein Stück schlauer als vorher.
Dabei liegt das meistens gar nicht daran, dass es zu wenig Wissen gibt. Im Gegenteil. Antworten bekommst du heute überall. Du kannst googeln, in Gruppen fragen, Videos anschauen oder mit einer KI stundenlang darüber diskutieren. Du wirst fast immer irgendeine Antwort bekommen.
Nur kennt diese Antwort deinen Hund nicht.
Und genau da liegt für mich der entscheidende Unterschied.
Du kennst deinen Hund. Aber du musst deshalb kein Therapeut sein.
Als Hundemensch kennst du Dinge, die kein Tierarzt, kein Therapeut und keine App der Welt auf Anhieb wissen kann. Du merkst, wenn dein Hund anders schaut. Du weißt, wie er normalerweise schläft, ob er plötzlich häufiger aufsteht, ob er anders läuft, mehr schmatzt, schlechter frisst oder sich irgendwo zurückzieht, wo er sonst nie liegt.
Diese Beobachtungen sind unglaublich wertvoll.
Aber nur weil du deinen Hund gut kennst, musst du noch lange nicht wissen, wie man aus all diesen Beobachtungen, seiner Vorgeschichte, seinen Blutwerten, seinem Futter, Medikamenten, Veränderungen im Alltag und dem, was in den letzten Monaten schon ausprobiert wurde, ein sinnvolles Gesamtbild baut.
Das ist auch nicht deine Aufgabe.
Du musst nicht wissen, ob ein weicher Kot gerade wirklich ein Darmthema ist, ob etwas anderes hineinspielt oder ob das, was scheinbar so offensichtlich aussieht, überhaupt der richtige Ansatzpunkt ist.
Dafür gibt es Menschen, die gelernt haben, genauer hinzuschauen, Fragen zu stellen und Zusammenhänge zu sortieren.
Genau das ist mein Job.
Warum Gruppen trotzdem nicht grundsätzlich schlecht sind
Ich habe überhaupt nichts gegen Facebookgruppen. Dort sitzen viele Menschen, die es ehrlich gut meinen und teilweise sehr viel Erfahrung gesammelt haben. Manchmal steht unter einer Frage tatsächlich ein Gedanke, der Gold wert ist.
Nur ist Erfahrung noch keine therapeutische Einordnung.
Jemand kann zwanzig Jahre Hunde halten und seinen eigenen Hund in- und auswendig kennen. Trotzdem kennt dieser Mensch deinen Hund nicht. Er kennt seine Vorgeschichte nicht, seine Befunde nicht, sein aktuelles Futter nicht und weiß nicht, was er letzte Woche bekommen hat oder worauf er vor drei Monaten schon einmal reagiert hat.
Deshalb können unter derselben Frage zehn völlig unterschiedliche Empfehlungen stehen, obwohl alle überzeugt davon sind, dass ihre Lösung richtig ist.
Und manchmal ist sie das sogar. Nur eben für einen anderen Hund.
Ein erfahrener Mensch, der zuerst Fragen stellt und erst danach etwas empfiehlt, ist mir deshalb deutlich lieber als hundert schnelle Antworten, für die am Ende niemand Verantwortung übernehmen muss.
Eine Darmsanierung ist ein schönes Beispiel
Wenn ein Hund Durchfall, Blähungen oder immer wieder weichen Kot hat, dauert es meistens nicht lange, bis jemand sagt: „Mach doch erstmal eine Darmsanierung.“
Das kann durchaus sinnvoll sein.
Es kann aber genauso gut an dem vorbeigehen, was gerade wirklich passiert.
Für mich ist das manchmal so, als würdest du einen Chlortab in ein Moor werfen und dich darüber freuen, dass das Wasser an einer Stelle kurz etwas klarer aussieht.
Das Moor ist danach trotzdem noch ein Moor.
Wenn du nicht weißt, was dort ständig hineinläuft, warum das System so aussieht, wie es aussieht, was sich verändert hat und wodurch es immer wieder in dieselbe Richtung kippt, hast du zwar etwas gemacht. Du weißt nur nicht, ob es an der richtigen Stelle angesetzt hat.
Und genau deshalb frage ich lieber einmal mehr nach, bevor ich irgendetwas auf einen Hund draufpacke.
Das gilt für Futter genauso wie für Kräuter, Pilze, Öle oder Frequenzen.
Genau aus dieser Arbeitsweise ist „Kerstin in der Hosentasche“ entstanden
Ich wollte keine App bauen, die möglichst schnell irgendeine Antwort ausspuckt.
Davon gibt es inzwischen genug.
Wenn du heute wissen willst, was hinter einem Symptom stecken könnte, bekommst du innerhalb von Sekunden eine Liste mit möglichen Ursachen. Du kannst eine KI fragen, du kannst googeln oder eine Gruppe öffnen und fünf Minuten später hast du zwanzig Ideen.
Das Problem ist nur, dass mehr Ideen nicht automatisch mehr Klarheit bedeuten.
Deshalb soll „Kerstin in der Hosentasche“ nicht einfach drauflosquasseln und dir sofort die nächste Empfehlung servieren.
Sie soll zuerst das tun, was ich auch mache, wenn jemand bei mir sitzt.
Fragen stellen.
Seit wann ist das so? Was ist davor passiert? Was wurde verändert? Was wurde schon ausprobiert? Was wurde untersucht? Was ist besser geworden, was schlechter? Was beobachtest du selbst? Gibt es etwas, das immer wieder in ähnlichen Situationen auftaucht?
Erst wenn diese Dinge langsam ein Bild ergeben, wird es überhaupt sinnvoll, über mögliche nächste Schritte nachzudenken.
Genau das ist der Unterschied zwischen einer Antwortmaschine und meiner Art zu arbeiten.
Und ja, dazu gehören auch Frequenzen
Ein Teil von „Kerstin in der Hosentasche“ beschäftigt sich auch mit Frequenzanwendungen.
Das hat einen einfachen Grund. Ich kenne viele Menschen, die ein entsprechendes Gerät zu Hause haben, aber niemanden, der wirklich mit ihnen darauf schaut.
Vielleicht wurde ihnen das Gerät irgendwann empfohlen und der damalige Ansprechpartner meldet sich längst nicht mehr. Vielleicht sind sie in einer Gruppe, in der auf jede Frage fünf verschiedene Programme vorgeschlagen werden. Vielleicht kennen sie mich auch nur aus einem Call, in dem es um alte Hunde ging, und haben dabei gedacht: So denkt die also. Falls du den noch nicht kennst, Hundesenioren in Balance ist genau so einer. Und vielleicht klicken sie sich inzwischen einfach selbst durch und hoffen, dass schon irgendetwas davon passen wird.
Und genau damit kann ich wenig anfangen.
Ein Frequenzgerät ist für mich ein Werkzeug. Nicht mehr und nicht weniger.
Die interessante Frage ist für mich nicht, welches Programm irgendwo in einer Liste steht. Mich interessiert, warum gerade dieses Programm jetzt überhaupt sinnvoll sein könnte, was du dabei beobachtest, wie lange du damit arbeitest und ob es vielleicht etwas ganz anderes gibt, das wir daneben nicht übersehen sollten.
Das gleiche gilt übrigens für viele andere Dinge, mit denen ich arbeite.
Es geht nicht nur um Frequenzen
In „Kerstin in der Hosentasche“ steckt deshalb deutlich mehr als irgendeine Programmliste.
Dort steckt meine Art, auf Analysen zu schauen, ohne daraus Diagnosen zu basteln. Dort steckt mein Umgang mit energetischen Momentaufnahmen und die Frage, welche weiteren Faktoren man daneben betrachten sollte.
Dort steckt auch mein Blick auf Chakren, nicht als buntes Esoterik-Bingo, sondern als Ordnungssystem, mit dem ich seit vielen Jahren arbeite und das mir manchmal hilft, Muster zu sehen, die an anderer Stelle gar nicht auffallen würden.
Es geht um Bachblüten und darum, wie ich sie auswähle, kombiniere und wann ich sie eben nicht sinnvoll finde. Es geht um Vitalpilze bei Mensch und Tier, um ätherische Öle und darum, warum gerade beim Hund Zurückhaltung oft wichtiger ist als Begeisterung.
Es geht auch um Fütterung, Verhalten, Veränderungen im Alltag, Trauer, Stress und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund.
Und ja, auch Dinge wie die Rauhnächte gehören dazu, weil sie Teil meiner Arbeit und meines Lebens sind und mich jedes Jahr wieder Menschen danach fragen.
Nicht jeder braucht alles davon.
Darum geht es überhaupt nicht.
Mir geht es darum, dass nicht die Methode entscheidet, wo wir anfangen, sondern der Hund vor uns.
Grenzenlos, und das meine ich wörtlich
Meine Praxis liegt im Odenwaldkreis. Ich fahre raus zu den Hunden, und genauso arbeite ich online. Deutschlandweit. Und inzwischen auch europaweit.
Das geht, weil ich mit Werkzeugen arbeite, für die es keine Anfahrt braucht. Eine Fell- und Speichelanalyse kommt per Post zu mir, egal aus welchem Land. Einen Futterplan baue ich am Schreibtisch. Eine Beratung funktioniert online genauso gut wie am Küchentisch, manchmal sogar besser, weil der Hund dabei entspannt zu Hause liegt und nicht in einer fremden Praxis bibbert.
Chiara, meine Kiki, hat mir nach ihrem Tod einmal etwas mitgegeben, das mich bis heute begleitet:
Ich bin grenzenlos.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass dieser Satz nicht nur für sie gilt, sondern genauso für die Art, wie ich arbeite. Mit Fell- und Speichelanalyse, mit Futterplänen und mit Onlineberatungen kann ich genau das tun, was ich liebe und worin ich gut bin, ohne dass eine Postleitzahl darüber entscheidet, wem ich helfen kann.
„Kerstin in der Hosentasche“ ist die konsequente Fortsetzung davon. Sie macht meinen Blick auch da verfügbar, wo ich körperlich nicht sein kann.
Was „Kerstin in der Hosentasche“ nicht ist
Sie ersetzt keinen Tierarzt und sie soll es auch nicht.
Wenn ein Hund apathisch wird, wiederholt erbricht, Blut verliert, nichts bei sich behalten kann, starke Schmerzen zeigt oder sich sein Zustand deutlich verschlechtert, dann wird nicht diskutiert, welches Öl, welcher Pilz oder welches Frequenzprogramm passen könnte. Dann gehört dieser Hund medizinisch abgeklärt.
Die App ist außerdem keine Maschine, die dir bei jedem Problem irgendein Produkt nennt.
Du wirst dort nicht ständig lesen: Mach dieses Programm. Nimm dieses Öl. Gib diesen Pilz.
Manchmal ist die sinnvollste Entscheidung nämlich genau das Gegenteil.
Erst einmal nichts Neues geben.
Erst einmal hinschauen.
Erst einmal sortieren.
Und dann entscheiden.
Warum ich das überhaupt gebaut habe
Weil die meisten Fragen nicht zu einem passenden Termin entstehen.
Sie kommen abends auf dem Sofa, wenn dein Hund neben dir liegt und dir plötzlich etwas auffällt. Sie kommen nachts, wenn er wieder herumläuft und du dich fragst, ob das jetzt noch normal ist. Sie kommen sonntags nach einem Spaziergang oder genau in dem Moment, in dem du merkst, dass irgendetwas anders ist als sonst.
Und dann greift man schnell zum Handy.
Man fragt eine Gruppe. Man googelt. Man sucht sich irgendeine Antwort, einfach weil gerade niemand anderes da ist.
Genau diese Lücke wollte ich kleiner machen.
Nicht indem ich noch eine weitere Quelle mit tausend allgemeinen Antworten baue.
Sondern indem ich versuche, meine Art zu denken und meine Art zu fragen mitzugeben.
Du kennst deinen Hund.
Ich bringe den therapeutischen Blick und meine Erfahrung mit.
Und irgendwo zwischen diesen beiden Dingen entsteht meistens wesentlich mehr Klarheit als aus der hundertundersten schnellen Empfehlung.
Denn Antworten bekommst du heute wirklich überall.
Was wesentlich seltener ist, ist jemand, der zuerst verstehen will, welche Antwort überhaupt zu deinem Hund passt.
Genau dafür gibt es „Kerstin in der Hosentasche“.
Mich in der Hosentasche haben
Meine Art zu denken und meine Art zu fragen, abrufbar wann du willst. Für alles, was abends um zehn auftaucht und bis zum nächsten Termin nicht warten will.
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