🎧 FreischnauzeIch habe eine Meinung. Und manchmal verdammt viel Angst, sie auszusprechen.
Heute eine Meinung zu haben, als Mensch und als Tiertherapeutin, und auch dafür einzustehen, kann schon manchmal schwierig sein. Ich war nie die Persönlichkeit, die gern im Rampenlicht stand. Warum das so ist, warum ich den Mund trotzdem aufmache und was meine Phoebe damit zu tun hat, hörst du in dieser Folge. Freischnauze, nicht für jeden. Hör rein und sag mir, wie es dir damit geht.
🎧 Freischnauze: Mund aufmachen, im Rampenlicht stehen (5:34)
Worum es geht
- Warum ich nie gern im Rampenlicht stand: Physikunterricht, ein Lehrer, der mich auf dem Kieker hatte, und zwei Eltern, die beide Biochemiker waren, während ich in Physik die absolute Niete war.
- Dass davon mit meinen 55 Jahren immer noch etwas in mir hängt, und ich mir manchmal schwertue, meine Meinung zu sagen, auch wenn es in den Freischnauzes anders rüberkommt.
- Wie schnell Fremde wissen, was bei dir los ist und was du zu tun hast. Mein Beispiel mit Phoebe, meiner Seniorenhündin, und den zwei Frauen, die mir erzählt haben, ich quäle meinen Hund.
- Warum ich mich trotzdem entschieden habe, mutiger zu sein, auch wenn ich damit nicht überall Liebkind bin.
- Warum Ehrlichkeit bei mir auch in der Therapie dazugehört: Wenn ich sage, wir haben Hoffnung, dann ist das so. Und wenn ich sage, ich habe keine Ahnung, wie es ausgeht, bei Seniorenhunden zum Beispiel oder bei Hunden mit Krebs, dann ist das genauso ehrlich. Was wir verändern können, zeigt uns dein Hund.
- Was ich mir wünsche: Dass eine unbequeme Meinung stehen bleiben darf. Und dass man weiterscrollen darf, wenn sie nicht die eigene ist. Außer ein Hund wird gefährdet.
Mein Gedanke dazu
Phoebe hätte gesagt: „Du bist für uns Tiere gut, aber nicht immer für die Menschen.“ Stimmt. Und genau deshalb gilt: Für die Tiere stehe ich ein, und für die Tiere spreche ich.
Wer mir seinen Hund anvertraut, bekommt keine Frau, die ihm nach dem Mund redet, sondern eine, die genau hinschaut und ehrlich sagt, was sie sieht.
Und das ist auch ein Appell an dich: Sei mutig, mach den Mund auf, auch wenn du dann im Rampenlicht stehst, vielleicht sogar im Negativen. Ich freue mich auch nicht über einen Shitstorm unter meinem Beitrag, er beschäftigt mich sogar sehr. Aber es nutzt nichts. Zum Wohle der Tiere muss man den Mund aufmachen. Und manchmal auch zum Wohle der eigenen Gesundheit. Denn wenn ich es nicht tue, macht es sonst keiner.
Spannend? Dann teil es mit jemandem.
Vielleicht kennst du jemanden, dem das auch weiterhilft.
Eine Therapeutin, die ehrlich sagt, was sie sieht
Im Online-Ersttermin schaue ich genau hin und sage dir offen, was ich sehe. Auch dann, wenn ich nicht weiß, wie es ausgeht.
Online-Ersttermin ansehen