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Chip oder Kastration? Jahrelang hat sie gesucht. Gefunden hat sie was ganz anderes

Kerstin Hartwigsen27. Oktober 2026

Jahrelang hat sie gesucht: Chip oder Kastration?

Gefunden hat sie etwas ganz anderes.

Ihr Rüde ist unkastriert, ihr erster eigener Hund. Seit er in die Pubertät kam, hörte sie immer wieder denselben Rat. Jetzt ist er vier.

Wie sie zu mir kam

Sie hat mich auf Instagram entdeckt. Und ihre erste Nachricht an mich war eine Absage.

Homöopathie hatte sie schon probiert, energetische Pflaster auch, aber auf Dauer hatte ihr das nicht viel gebracht. Sie fand meine Art spannend, schrieb sie, aber diesmal ließ sie das Angebot an sich vorbeigehen. Sie war im Urlaub, ihr Rüde in der Zeit woanders untergebracht.

Im September 2025 ist sie dann doch eingestiegen.

Die Frage, die alle hatten

Was sie mir dann über ihren Rüden geschrieben hat, hab ich bis heute im Kopf. Er hatte von Anfang an Probleme mit dem Futter. Draußen hat er sich an Schnüffelstellen festgehängt, an den Mädels sowieso. Und seit der Pubertät hörte sie von ihrer Trainerin, sie solle zumindest den Chip auszuprobieren, um ihm den Stress der Hormone zu nehmen.

Und dann kam eine Frage, bei der ich gedacht hab: Die fragt das Richtige.

Für sie war der Punkt: Woher kommt das Ungleichgewicht?

Sie hat mir auch geschrieben, dass ihr Mann mit dem Hund einen deutlich größeren Rahmen gesteckt hat als sie.

Kurz darauf, im Oktober, sagte die Betreuung ab, bei der ihr Rüde sonst im Urlaub war. Nicht weil sie ihn nicht führen könne, das hat sie ausdrücklich gesagt. Sondern weil in der Familie jeder den Hund anders führt und er so immer wieder in dieselbe hormonelle Schiene fällt. Sie wollte nicht wissentlich dazu beitragen, dass er im Stress bleibt.

Für mich lag da der Hase im Pfeffer. Und in der Bioresonanz hab ich es dann auch gesehen: Ja, Hormone. Aber alles voll mit Stresshormonen.

Ihr Bauch war lauter

In einem Gespräch hat sie es später so erzählt:

„Mein Bauchgefühl war irgendwie immer, dass ich gesagt habe, ich hab da kein gutes Gefühl mit. […] Das ist ein Eingriff in die Natur. Es ist ein Eingriff in seinen ganzen Organismus.“

Und weiter: „Ich habe in meinem Empfinden immer das Gefühl gehabt, dass ich für ihn nach einer Lösung suchen muss und dass ich für mich klarer sein muss, um ihm eine Führung zu geben, als dass ich jetzt einen Chip hole.“

Das hier ist kein Text gegen Kastration. Der Weg zum Chip oder zur Kastration wäre ihr ja jederzeit offen geblieben, das hab ich ihr auch gesagt. Eier ab ist halt nur nicht immer die Lösung. Und ich fand es stark, dass sie trotz Druck von innen und außen gesagt hat: Ich schau erst mal nach einem anderen Weg.

Führung heißt für mich nicht Strenge. Wenn du klar bist mit deinen Regeln und die jeden Tag gleich gelten, muss dein Hund nicht jedes Mal fragen: Gilt heute Regel A, B oder C?

Der Januar

Glatt lief das nicht. Im Januar 2026 kam die Krise. Anfälle, Tierarzt, Narkose, Medikamente. Das war heftig.

Danach ging es bei uns per WhatsApp hin und her. Fragen halb beantwortet, kein Anfallstagebuch, keine klare Übersicht, was vom Plan wirklich umgesetzt war. Am 9. Februar hab ich ihr geschrieben:

Sinngemäß: Therapeutische Arbeit auf Zuruf per WhatsApp mach ich nicht. Wenn wir weitermachen, dann nur in einem festen Rahmen, mit klarer Anamnese, mit allem, was wir vereinbaren, und mit verbindlicher Begleitung. Sie soll in Ruhe überlegen, ob sie diesen Rahmen will.

Ja, bei einem Hund mit Anfällen. Gerade da. Auf Zuruf seh ich immer nur einzelne Tage, aber nie den Verlauf. Und ohne Verlauf stochere ich im Nebel.

Sie wollte den Rahmen. Am 17. Februar ging die Begleitung los.

Zwei Tage davor hatte er wieder Anfälle, am 15. und am 16. Februar. Sie hat es genau aufgeschrieben. Wie er im Wohnzimmer gewürgt hat, wie das Zittern losging, das Zähneklappern. Und dazu, dass es vorher keinen Stress gab. Genau so ein Tagebuch hab ich gebraucht.

Was wir gemacht haben

Wir haben die beiden als Team angeschaut, nicht den Hund allein. Nach der ersten Bioresonanz hab ich ihr geschrieben, dass ich kein einzelnes großes Problem sehe, sondern ein System, das im Moment etwas überfordert ist.

Ein Beispiel: Er hat sein Futter draußen erarbeitet. Im März stand in meinen Notizen, dass das richtig gut funktioniert und dass er es inzwischen sogar spannend findet. Sie hat ihn dadurch kooperativer, fokussierter und besser führbar erlebt.

Ein anderes: Im April kam die Frage, ob man wegen der Zähne eine Zahnreinigung mit Narkose machen sollte. Berechtigte Frage. Meine Antwort: Bleib bei der Linie, mach jetzt nicht das nächste Fass auf. Wir waren auf einem guten Weg Richtung Stabilität, und genau da wollte ich bleiben.

Und dann kam eine Nachricht, bei der ich gegrinst hab. Er sucht mehr den Kontakt, lässt sich besser abrufen, auch von Mädels. Sie finden einen Rhythmus, es macht gerade richtig Spaß, und die Ruhe, die reinkommt, nutzt sie jetzt auch beim Healy für sich.

Den Healy, mein Frequenzgerät, hatte sie seit dem Einstieg zu Hause. Jetzt nutzte sie ihn auch für sich.

Im August

Im August hab ich ihr einen Brief geschrieben. Da stand drin: Seit Februar kein Anfall mehr. Der Kot heller, geformt und deutlich weniger. Er nimmt sogar zu. Hundebegegnungen sind regulierbar, Urlaub, Auto, Alleinbleiben, alles läuft.

Fertig war da trotzdem nix. Im Wald hat er einen Jungvogel gefressen, danach war der Kot weicher. Über den Sommer wurde hier und da wieder was am Plan verändert, als es ihm gut ging. Ganz normal.

Dass er seit Februar keinen Anfall hatte, ist das, was im Tagebuch steht. Eine Beobachtung. Welcher Baustein wie viel dazu beigetragen hat, kann dir keiner seriös auseinandernehmen, ich auch nicht.

Der Satz, der geblieben ist

Den wichtigsten Satz hat sie schon in dem Gespräch von vorhin gesagt. Als noch gar nicht klar war, wie das alles weitergeht.

„Warum eventuell der Chip um die Ecke gewunken hat, das sehe ich immer klarer, dass es halt eben ein Thema ist, was halt eben bei mir liegt.“

Das hab nicht ich ihr gesagt. Da ist sie selbst hingekommen.

Chip oder Kastration ist eine Entscheidung für einen Tag. Ihr Hund lebt aber jeden Tag mit ihr. Gesucht hat sie die Antwort auf eine Frage. Gefunden hat sie einen Rahmen, in dem sie Woche für Woche sehen konnte, was sich tut.

Wenn du mit deinem Hund gerade an so einer Frage hängst und jeder dir was anderes rät, dann lass uns erst mal sortieren. Im Kennenlern- und Sortiergespräch schauen wir, wo du stehst und ob eine Begleitung bei mir passt. Danach entscheidest du, ob das zu dir passt.

Deine Kerstin

Lass uns erst mal sortieren

Im Kennenlern- und Sortiergespräch schauen wir gemeinsam, wo du mit deinem Hund gerade stehst und ob eine Begleitung bei mir passt. Danach entscheidest du, ob das zu dir passt.

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