Zecken beim Hund

Warum hat mein Hund immer so viele Zecken? Die Antwort liegt nicht wo du denkst.

Du kennst das: Jeder Spaziergang, jede Wiese — dein Hund kommt rein und du findest wieder eine. Oder fünf. Deine Nachbarin geht mit ihrem Hund denselben Weg und hat kaum welche. Was ist der Unterschied?

Die Antwort überrascht viele: Zecken kommen nicht zufällig. Sie kommen, weil das Milieu nicht stimmt.

Mit Milieu meine ich das innere Gleichgewicht deines Hundes — Darm, Mikrobiom, Säure-Basen-Haushalt. Was innen aus der Balance geraten ist, zeigt sich außen. Der Körper riecht anders, das Fell verändert sich, und Parasiten wie Zecken werden magisch angezogen. Kein Zufall — Biologie.

Wald im goldenen Licht — Zeckenzeit beginnt


Was Zecken wirklich anzieht

Zecken wittern ihr Beutetier auf Distanz — und was sie anzieht, ist ein Körper, der aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ein saures Milieu. Ein geschwächtes Immunsystem. Ein Darm, der nicht gut besiedelt ist.

Hunde, die artgerecht ernährt werden, riechen neutral. Ihr Fell riecht nicht wie "Hund". Ihr Körper hat ein ausgeglichenes Mikrobiom. Und die meisten Zecken? Die docken gar nicht erst an.

Hunde, die hauptsächlich mit Trockenfutter ernährt werden, haben oft ein gestörtes Darm-Mikrobiom. Hocherhitztes Getreide, Konservierungsmittel, Füllstoffe — der Körper kann das auf Dauer nicht verarbeiten ohne Konsequenzen. Das schlägt sich im Milieu nieder. Und das Milieu schlägt sich im Zeckenbefall nieder. Aus meiner Erfahrung als Ernährungsberaterin: Ohne eine Futterumstellung lässt sich das Milieu kaum nachhaltig verbessern.

„Meine Patientin erzählte mir, seit sie meinen Weg geht, hat sie kaum noch Zecken. Wieso? Weil, wenn ein Baustein die guten Sachen ins Rollen bringt, kommen relativ viele gute Dinge hinterher."

— Kerstin Hartwigsen


Was Chemiekeule und Spot-On wirklich tun

Permethrin, Fipronil, Neonicotinoide — das sind Neurotoxine. Ursprünglich für Obstplantagen entwickelt. Sie wirken systemisch: im Blutkreislauf deines Hundes. Nicht nur an der Zecke.

Und das Tückische: Die Zecke stirbt zwar — aber sie fällt nicht ab. Sie bleibt in der Haut stecken. Krankheitserreger können trotzdem übertragen werden. Das Infektionsrisiko wird nicht kleiner. Laut manchen Studien sogar größer.

Dazu kommt: Die Halbwertszeit dieser Stoffe im Fettgewebe beträgt bis zu 30 Tage. Bei vierwöchiger Wiederholung reichert sich das im Körper an. Hund darf in dieser Zeit nicht ins Wasser. Keine Kleinkinder in die Nähe. Warum wohl?

Ich sage nicht, dass du schuld bist, wenn du das bisher so gemacht hast. Ich habe es selbst früher nicht besser gewusst. Aber ich sage: Es gibt einen anderen Weg.


Was wirklich hilft — von innen nach außen

Der wichtigste Schritt: Das Milieu regulieren

  • Kein Trockenfutter — oder zumindest deutlich reduzieren
  • Artgerechtes Futter aufbauen (das Säure-Basen-Gleichgewicht verändert sich)
  • Kokosöl und Kokosflocken übers Futter — innerlich und äußerlich wirksam
  • Im Frühjahr: 5-Tage-Kur mit Artemesia (Beifuß) — außerhalb der Mahlzeiten, da es Eisen bindet
  • 2x pro Woche eine Knoblauchzehe ins Futter — Zecken mögen den Geruch nicht

Was aus der Erfahrungsheilkunde äußerlich helfen kann

  • Rohe Bernsteinkette (nicht geschliffen, nicht poliert) — ganzjährig tragen. Durch die Reibung am Fell werden ätherische Öle freigesetzt, die Parasiten abschrecken.
  • EM-Pipes (Effektive Mikroorganismen) + 1-2 Tropfen Schwarzkümmelöl — als Kette am Halsband. Und: ins Wassernäpfe legen.
  • Natürliches Spray: kolloidales Silber + Geranie + Grapefruit + Lavendel Hydrolat in einer 20ml Braunflasche. Gut schütteln, auf die Pfoten und ins Fell sprühen.
  • Kokosöl leicht erwärmt + 2 Tropfen Lavendelöl + Zitronella — über das Fell streichen. Wie eine Mini-Massage. Meine Hündinnen lieben das.

Hör mal rein — wie ich das sehe und warum

Ich habe ein Audio zum Thema aufgenommen. Keine 10-Punkte-Liste. Kerstins ehrliche Einschätzung — was ich in der Praxis erlebe, warum das Milieu der Schlüssel ist, und was ich bei meinen eigenen Hunden mache.

Kerstin Hartwigsen — Frühling = Zeckenzeit


Kerstin Hartwigsen mit Scarlett auf der Wiese

Wenn du verstehen willst, warum es bei deinem Hund immer wieder vorkommt

Manche Hunde ziehen Zecken an wie ein Magnet — egal was du machst. Wenn das bei dir so ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf das System deines Hundes. Ernährung, Darm, Immunsystem, Milieu.

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