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Angst beim Hund erkennen: Warum ein stiller Hund nicht automatisch entspannt ist

Kerstin Hartwigsen25. August 2026

Das habe ich über viele Jahre mit sehr unterschiedlichen Hunden erlebt. Manche Hunde flüchten, manche werden laut, manche gehen nach vorne, manche frieren regelrecht ein und manche sehen von außen erstaunlich unauffällig aus.

Und genau die werden gerne übersehen.

Denn wir Menschen haben ein ziemlich simples Bild von Angst im Kopf: zittern, verstecken, wegrennen.

Tut ein Hund das nicht, denken wir schnell: Na, dann geht's ja.

So einfach ist es leider nicht.

Angst kann verdammt laut sein

Ich hatte einmal einen jungen, sehr emotional flexibel veranlagten Rüden aus dem Tierschutz in der Begleitung. Der war nicht der Typ, der sich still unter den Tisch gelegt hätte.

Wenn der Stresspegel hochging, konnte der sehr deutlich werden.

Hundebegegnungen, Menschen, bestimmte Situationen, da ging es durchaus nach vorne. Und wenn man nur dieses sichtbare Verhalten betrachtet, landet man schnell bei: schwieriger Hund, aggressiver Hund, muss sich besser benehmen.

Nur erzählt das noch lange nicht die ganze Geschichte.

Bei ihm ging es über längere Zeit darum, das gesamte System anzuschauen und an verschiedenen Stellen anzusetzen. Ernährung, Aufbau, meine damalige Arbeit mit Bioresonanz und Frequenzen, Konditionierung, die Arbeit seiner Chefin mit ihm und auch Dinge wie Klang und Ruhe gehörten mit dazu.

Nicht eine Sache.

Nicht ein Programm.

Nicht einmal anwenden und fertig.

Mit der Zeit wurde dieser Hund deutlich regulierbarer. Er konnte sich aus Situationen schneller wieder lösen, wurde ansprechbarer und kam überhaupt erst mehr in einen Zustand, in dem Lernen wieder möglich war.

Genau das ist für mich ein wichtiger Punkt: Wenn ein Hund permanent auf 180 läuft, brauche ich mich nicht wundern, wenn vernünftiges Lernen schwierig wird.

Angst kann aber genauso still sein

Das andere Extrem ist viel unscheinbarer.

Der Hund wird ruhig.

Er bewegt sich wenig.

Er zieht sich zurück.

Vielleicht liegt er einfach da und tut scheinbar gar nichts.

Und für uns Menschen fühlt sich das erst einmal viel angenehmer an als ein Hund, der bellt, hechelt oder durch die Wohnung rennt.

Nur darf ich daraus nicht automatisch schließen, dass dieser Hund entspannt ist.

Ein Hund kann auch in einer Situation still werden, weil gerade sehr viel in ihm passiert.

Deshalb interessiert mich nie nur die Frage: Ist der Hund ruhig?

Mich interessiert: Wie sieht dieser Hund insgesamt aus? Wie ist seine Körperspannung? Wie reagiert er auf Ansprache? Kann er Kontakt aufnehmen? Wie verhält er sich vor und nach der Situation? Wie lange braucht er, um wieder in seinen normalen Zustand zu kommen?

Ein einzelnes Verhalten erzählt selten die ganze Geschichte.

Das ist auch rund um Silvester wichtig

Der eine Hund rennt beim ersten Knall ins Bad.

Der nächste klebt an seinem Menschen.

Ein anderer bellt alles zusammen.

Und wieder einer liegt scheinbar ruhig an seinem Platz.

Wenn wir nur auf Lautstärke schauen, halten wir den letzten Hund möglicherweise für den entspanntesten.

Muss er nicht sein.

Deshalb lohnt es sich so sehr, den eigenen Hund nicht erst am Silvesterabend unter die Lupe zu nehmen. Wenn ich seine normalen Reaktionen kenne, erkenne ich viel eher, wenn sich etwas verändert.

Und ich sehe auch schneller, wann mein Hund noch mit einer Situation umgehen kann und wann er Unterstützung braucht.

Ruhig aussehen reicht mir nicht

Das ist auch der Punkt, an dem ich bei Medikamenten sehr genau hinschaue.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen tierärztliche Unterstützung. Wenn ein Hund starke Angst hat, kann es absolut sinnvoll und notwendig sein, den Tierarzt mit ins Boot zu holen.

Mir ist nur wichtig, dass wir nicht „der Hund liegt still" automatisch mit „dem Hund geht es gut" verwechseln.

Wenn Medikamente eingesetzt werden, möchte ich wissen, welches Ziel damit verfolgt wird und wie der Hund tatsächlich mit seiner Angst unterstützt wird. Nicht nur, ob das sichtbare Verhalten für uns Menschen angenehmer geworden ist.

Denn ich habe die Verantwortung für das Lebewesen, das ich mir ins Leben geholt habe.

Auch für die unbequemen Seiten.

Gerade für die.

Der Hund muss nicht für mich leichter auszuhalten sein

Das ist eine Haltung, die mir beim Thema Silvester wirklich wichtig ist.

Wenn mein Hund Angst hat, ist meine Aufgabe nicht, dafür zu sorgen, dass ich seine Angst möglichst nicht mehr sehen muss.

Meine Frage ist: Was kann ich tun, damit dieser Hund besser mit der Situation umgehen kann?

Das kann je nach Hund völlig unterschiedlich aussehen. Bei einem geht es stark um Verhalten und kleinschrittiges Lernen. Bei einem anderen müssen wir den gesamten Stresslevel anschauen. Manchmal gehören medizinische Themen abgeklärt. Manchmal arbeiten wir ergänzend mit Frequenzen oder Bachblüten. Und manchmal sage ich auch ganz klar: Hier gehört ein guter Hundetrainer mit dazu.

Ich muss nicht alles alleine machen.

Ich muss nur bereit sein, hinzuschauen.

Deshalb beobachte ich nicht nur den Knall

Wenn du deinen Hund auf Silvester vorbereiten möchtest, schau nicht nur darauf, was beim eigentlichen Geräusch passiert.

Spannend ist das Davor und Danach.

🐾 War dein Hund vorher schon angespannt?

🐾 Wie schnell reagiert er?

🐾 Ist er noch ansprechbar?

🐾 Wie lange dauert es, bis er sich wieder reguliert?

🐾 Gibt es Situationen, in denen er viel stärker reagiert als an anderen Tagen?

Das gibt dir wesentlich mehr Informationen als die simple Einteilung „hat Angst" oder „hat keine Angst". Und je früher du diese Muster erkennst, desto mehr Möglichkeiten hast du, sinnvoll damit zu arbeiten.

Vier Fragen sind manchmal hilfreicher als 40 Google-Tipps

Genau deshalb beginnt „Silvester Startklar mit Hund" nicht mit einem fertigen Standardplan. Du beantwortest mir zuerst vier Fragen zu deinem Hund und eurer Situation.

Ich schaue mir deine Antworten persönlich an und gebe dir meine kurze Einschätzung dazu. Erst danach bekommst du den passenden Guide von mir.

Denn was bringt dir der schönste Ratgeber, wenn du gar nicht weißt, ob das, was dort beschrieben wird, überhaupt zu deinem Hund passt?

Und wenn sich aus deinen Antworten ergibt, dass wir genauer hinschauen sollten, können wir überlegen, was sinnvoll ist. Verhalten, Frequenzen, Bachblüten, weitere Unterstützung aus meiner Arbeit, ein Hundetrainer oder eine Kombination daraus.

Kein Schema F.

Ein Hund.

Eine Situation.

Und die Frage: Was braucht es hier wirklich?

Du musst heute keinen perfekten Silvesterplan haben

Mit Silvester Startklar mit Hund bekommst du von mir einen kurzen Fahrplan und vier Fragen zu deinem Hund, kostenlos.

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