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Magen übersäuert? Oder fehlt deinem Hund vielleicht Magensäure?

Warum Schmatzen, Grasfressen und Erbrechen nicht immer das bedeuten, was viele glauben.

Schmatzen.

Leerkauen.

Gras fressen.

Gelbe Galle morgens auf nüchternen Magen.

Magengrummeln.

Vielleicht kennst du das.

Und wahrscheinlich hat irgendwann jemand gesagt:

„Der Hund ist übersäuert.“

Danach folgt oft der übliche Weg:

Magenschutz. Säureblocker. Schonkost.

Fertig.

Oder eben nicht.

Denn genau da wird es spannend.

Was, wenn dein Hund gar nicht zu viel Magensäure hat?

Die meisten Hundemenschen denken bei Magenproblemen sofort an zu viel Magensäure.

Dabei kann auch das Gegenteil dahinterstecken.

Ein Hund mit zu wenig Magensäure kann ähnliche Symptome zeigen wie ein Hund mit zu viel Magensäure:

  • Schmatzen
  • Gras fressen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Magenkrummeln
  • Futterunverträglichkeiten

Von außen sieht das oft nahezu identisch aus.

Und genau deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das Symptom zu schauen.

Magensäure ist nicht böse

Magensäure hat einen ziemlich wichtigen Job.

Sie hilft dabei:

  • Eiweiß zu verdauen
  • Keime unschädlich zu machen
  • Nährstoffe aufzuschließen
  • die Verdauung überhaupt erst richtig in Gang zu bringen

Fehlt Magensäure, kann die ganze Verdauungskette ins Stolpern geraten.

Und dann beginnt oft die Suche.

Neues Futter.

Neue Zusätze.

Neuer Tierarzt.

Noch ein Mittel.

Noch ein Tipp aus Facebook.

Und trotzdem wird es nicht wirklich besser.

Mein Blick geht immer einen Schritt weiter

Wenn ein Hund mit Magenproblemen zu mir kommt, interessiert mich selten nur der Magen.

Mich interessiert:

Was frisst der Hund?

Welche Medikamente gab es?

Wie sieht der Darm aus?

Wie hoch ist der Stresspegel?

Gab es Antibiotika?

Cortison?

Wiederkehrende Entzündungen?

Angst?

Unruhe?

Denn häufig hängt viel mehr zusammen, als man auf den ersten Blick vermutet.

Der Magen ist oft nur der Lautsprecher.

Nicht die Ursache.

Symptome sind Hinweise

Genau das ist etwas, das ich in den letzten Jahren immer wieder gelernt habe:

Der Körper macht selten etwas ohne Grund.

Schmatzen ist eine Information.

Erbrechen ist eine Information.

Gras fressen ist eine Information.

Die Frage ist nicht:

„Wie bekomme ich das Symptom weg?“

Sondern:

„Warum zeigt mein Hund mir das überhaupt?“

Mein Fazit

Wenn dein Hund immer wieder Magenprobleme hat, würde ich nicht automatisch davon ausgehen, dass er zu viel Magensäure hat.

Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick.

Manchmal sogar ein dritter.

Und manchmal stellt sich heraus, dass der Magen gar nicht die eigentliche Baustelle ist.

Genau deshalb arbeite ich nicht nach Schema F.

Ich schaue mir den Hund an.

Seine Geschichte.

Sein Futter.

Seinen Alltag.

Und die Zusammenhänge.

Denn genau dort versteckt sich häufig der rote Faden, den viele Hundemenschen nach Monaten oder sogar Jahren endlich suchen.

Und oft beginnt genau dort die Veränderung.

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